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Spritztechnik

Lackierung von Baggerteilen mittels Aircombi-Spritztechnik mit einer WIWA DUOMIX 2K-Anlage

WIWA setzt Standards bei innovativer Spritztechnik, Beschichtungsanlagen, Lackiertechnik und Lackiersystemen.

Für die unterschiedlichsten Anforderungen im Bereich der Spritztechnik und in der dekorativen und protektiven Oberflächenbehandlung entwickelt WIWA innovative Lösungen. WIWA Spritztechnik ist für verschiedene Applikationstechniken wie Airless Spritzen, Air Combi Lackieren und Heißspritzen die erste Wahl. Wir setzen bei Spritztechnik Standards, weil unsere Ingenieure und Techniker bei der Konstruktion von Beschichtungsanlagen, Lackiertechnik und Lackiersystemen immer die bestmögliche Nutzungseffizienz der Geräte im Auge behalten. Dadurch schaffen wir einen Mehrwert, der in der Branche richtungsweisend ist.

 

 

Informationen zu Spritztechnik und Spritzverfahren

Druckluftspritzverfahren

 

Bei diesem konventionellen Spritzverfahren / Spritztechnik wird das zu verarbeitende Material mit sehr hohem Luftdruck von ca. 2 bis 8 bar zerstäubt. Die Spritzgeräte, Lackiersysteme und Beschichtungsanlagen sind relativ einfach und preiswert, die benötigte Luft erzeugt ein Kompressor.

 

 

Vorteile dieser Spritztechnik:

 

  • Sehr feine Zerstäubung, dadurch sehr gute Oberflächenqualität
  • Sehr genau und flexibel auf das zu beschichtende Objekt einstellbar
  • Sehr gut für Klein- und Kleinstmengen geeignet
  • Dünnflüssige Materialien lassen sich aufgrund der an der Pistole genau zu regelnden Materialausbringmenge gut verarbeiten
  • Einfaches und preiswertes Spritzsystem

 

Nachteile der Spritztechnik:

 

  • Durch die feine Zerstäubung wird ein hoher Overspray erzielt
  • Nur ca. 30% des Materials werden auf das Werkstück übertragen
  • Geringe Flächenleistung
  • Nur geeignet für Materialien mit geringem Festkörperanteil
  • Hochviskose Materialien lassen sich nur bedingt verarbeiten

Airless Spritztechnik, Airless Spritzgeräte

 

Die Airless Spritztechnik ist ein wirtschaftliches, umweltfreundliches Spritzverfahren mit hoher Flächenleistung. Die Hochdruckpumpe saugt das Spritzgut aus jedem beliebigen Behälter an und führt es unter hohem, hydraulischen Druck über einen Hochdruckschlauch der Spritzpistole zu. Durch eine speziell geformte Spritzdüse wird bei der Airless Spritztechnik die feine, luftlose (airless) Zerstäubung erreicht. Der Spritzstrahl wird mit hoher Geschwindigkeit auf das Werkstück aufgebracht und sorgt somit für eine einwandfreie Oberflächenqualität.

 

 

Vorteile dieser Spritztechnik:

 

  • hohe Arbeitsgeschwindigkeit
  • gutes Spritzbild durch feinste Lacktropfen
  • leichte Handhabung der Spritzpistole
  • Lackentnahme aus den Orginalgebinden möglich
  • hohe Materialausbeute

 

 

Nachteile dieser Spritztechnik:

 

  • relativ hoher Reinigungsaufwand
  • aufwändige Apparaturen
  • hoher Düsenverschleiß
  • während des Spritzens kann die Auftragsmenge nicht reguliert werden
  • Bei Spritzfehlern bilden sich leicht Wolken und Streifen
  • erhöhter Investitionsaufwand

Die Air Combi Spritztechnik kombiniert die Vorteile der Airless Spritztechnik und des konventionellen Spritzverfahrens. Bei diesem Lackierverfahren wird das Spritzgut mit mäßigem Druck der Pistole zugeführt und vorzerstäubt. Die Feinzerstäubung wird durch Zuführen von geregelter Druckluft beim Farbaustritt erreicht. Es entsteht ein weicher, regelbarer Spritzstrahl mit minimalem Farbnebel. Ideal für feinste Lackierarbeiten mit hoher Flächenleistung und für eckige und winkelige Bauteile sowie geformte oder kleine Werkstücke.

 

 

Vorteile dieser Spritztechnik:

 

  • Wenig Overspray, feine Zerstäubung
  • Hohe Flächenleistung
  • Die Auftragsmenge lässt sich durch Veränderung des Spritzdrucks regeln
  • Die Spritzstrahlbreite lässt sich über die Unterstützungsluft verändern
  • Sehr gut für Materialien mit hohem Festkörperanteil geeignet
  • Auch hochviskose Materialien lassen sich verarbeiten, dadurch sind hohe Schichtstärken in einem Arbeitsgang möglich

 

Nachteile dieser Spritztechnik:

 

  • Gröbere Zerstäubung als beim konventionellen Luftspritzen
  • Nur bedingt geeignet für die Beschichtung von Kleinteilen
  • Viel Material für die Befüllung von Pumpe und Schlauch benötigt

HVLP Spritztechnik

HVLP steht für „High Volume, Low Pressure“. Bei dieser Spritztechnik wird das Spritzgut mit niedrigem Luftdruck von ca. 0,2 bis zu 1 bar und hohem Luftvolumen zerstäubt. Die benötigte Luftmenge wird von einem Kompressor oder einer Turbine zur Verfügung gestellt.

 

 

Vorteile:

 

  • geringe Lacknebelbildung
  • Neben der Elektrostatik das System mit der höchsten Materialübertragungsrate (bis zu 80 %)
  • geringerer Energieverbrauch
  • weniger Entsorgungskosten
  • Ideal bei kleinflächiger Bearbeitung und Reparaturen
  • Geeignet für schwierige Spritzbedingungen in Korpusecken oder Hohlräumen
  • Dünnflüssige Materialien lassen sich aufgrund der genau zu regelnden Materialausbringmenge gut verarbeiten

 

 

Nachteile:

 

  • Gröbere Zerstäubung als beim konventionellen Luftspritzen
  • hochviskose Materialien müssen stärker verdünnt werden
  • Viskosität des Lackes muss wie beim Hochdruckspritzen auf die Pistole abgestimmt werden
  • langsamere Verarbeitungsgeschwindigkeit

Heißspritztechnik

Für hohe Schichtstärken, kürzere Trockenzeiten und Super-Oberflächen. Beim Heißspritzverfahren wird das Spritzgut durch den Einsatz des WIWA Material-Durchflußerhitzers auf die gewünschte Spritztemperatur erwärmt. Lösemittel zur Veränderung der Viskosität sind daher nicht erforderlich. Ein regelbares Zirkulationssystem sorgt für konstante Materialtemperaturen.

 

 

Vorteile:

 

  • Hervorragende Oberflächenqualität
  • Kürzere Trockenzeiten
  • Hohe Schichtstärken
  • Auch hochviskose Materialien können problemlos verarbeitet werden
  • Umwelt- und bedienerfreundlich durch Einsparung von Lösemitteln
  • Besserer Verlauf der Farbe und deshalb höherer Glanzgrad der Oberfläche

 

Nachteile:

 

  • Gröbere Zerstäubung als beim konventionellen Luftspritzen
  • hochviskose Materialien müssen stärker verdünnt werden
  • Viskosität des Lackes muss wie beim Hochdruckspritzen auf die Pistole abgestimmt werden
  • langsamere Verarbeitungsgeschwindigkeit

Elektrostatik Spritztechnik

Beim elektrostatischen Spritzen wird der Lack - in der Regel in der Pistole - elektrisch aufgeladen. Diese geladenen Lackteilchen wandern entlang elektrischer Feldlinien von der Pistole auf das geerdete Werkstück. Durch den elektrostatischen Umgriff-Effekt erübrigt sich bei dieser Spritztechnik oft ein Drehen der Teile, speziell bei filigranen oder röhrenartigen Objekten. Selbst Flächen, bei denen man keinen Umgriff erzielen kann, eignen sich für die elektrostatische Spritztechnik, da kaum Overspray auftritt.

 

 

Vorteile:

 

  • Materialersparnis um 25-30 %
  • Kürzere Applikationszeiten, weil schwierige Zonen leicht erreichbar sind, und der Umgriff teilweise die Rückseite schon mitlackiert.
  • Bessere Lackierungsqualität - völlig gleichmässige Schichtstärke, perfekte
  • Abdeckung von Kanten.
  • Geschützte Umgebung für den Lackierer: Vermeidung von Farbnebel.
  • Geringere Wartung: Weil die Spritzkabine weniger verunreinigt wird.
  • Schutz der Umwelt: Weil weniger Lösungsmittel freigesetzt werden.

 

 

Nachteile:

 

  • Nur mit elektrisch leitfähigen Werkstücken realisierbar
  • Wegen der elektrischen Aufladung sind besondere Vorsichtsmaßnahmen zur Feuervermeidung nötig